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Freitag, 24. Mai 2013

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Mit Kaninchen und Meerschweinchen gegen Demenzerkrankungen

Bremer Forscher untersuchten erstmals die Wirkung von Kleintieren auf Senioren

Tierbesuchsdienste in Einrichtungen der Altenpflege können sich positiv auf das Orientierungsvermögen und die Dedächtnisleistungen von älteren Menschen u.a. von Demenzerkrankten auswirken und das allgemeine Wohlbefinden der Senioren verbessern. Sie wirken sich zudem entlastend auf das Pflegeheimpersonal aus. Das sind einige der Ergebnisse einer bundesweit einmaligen Studie zu "Kleintieren in Altenheimen", die heute von Bremens Sozialsenatorin und Schirmherrin Karin Röpke und Dr. Stefan Görres, Professor für Pflegeforschung und Gerontologie an der Universität Bemen, vorgestellt wurde.

Kleintiere, wie Meerschweinchen und Kaninchen, haben außerdem eine "Türöffner"- oder "Eisbrecher"-Funktion und können so Isolation und Rückzug von Senioren verringern.

"Gerade alte Menschen leiden oft unter einem Mangel an Zuwendung und benötigen besondere Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, neue Wege im Bereich der Altenpflege zu gehen. Darum hat dieses Forschungsprojekt meine volle Unterstützung erhalten. Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, weiter nach Möglichkeiten zu suchen, Tiere in Einrichtungen der Altenpflege einzubinden. Natürlich freue ich mich, dass Bremen hier eine Vorreiterrolle auf pflegewissenschaftlichem Gebiet einnimmt", so Sozialsenatorin Karin Röpke.

Im Rahmen des Bremer Forschungsprojektes bekamen die Bewohner des AWO-Pflegeheims Arbergen drei Monate lang zweimal wöchentlich Besuch eines Kleintierzoos. Unter der Betreuung der Therapeutin Cornelia Drees vom Institut für soziales Lernen mit Tieren konnten die Senioren die Meerschweinchen und Kaninchen füttern und streicheln. Der Leiter des Forschungsprojektes, Prof. Stefan Görres vom Bremer Institut für angewandte Pflegeforschung, übernahm die wissenschaftliche Begleitung. "Bereits in dieser Pilotstudie konnten wir erstaunliche Ergebnisse beobachten und haben eine gute Grundlage geschaffen, um weitere Studien zur Behandlung und Pflege von Demenzerkrankten auf den Weg zu bringen. Ich bin überzeugt, dass Tieren in diesem Bereich in Zukunft eine größere Bedeutung zukommen wird", so Görres heute.
Weitere Informationen: http://www.mensch-heimtier.de/

Nachricht vom 23.4.06 21:11

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