|
Der Duft für gewisse Stunden
Bei Hamstern wird das Liebesleben gleich durch eine ganze Kaskade von Pheromonen in die richtigen Bahnen gelenkt. Hamsterweibchen leben in freier Wildbahn alleine in ihrem Bau, Männchen haben normalerweise keinen Zutritt. In der Zeit um ihren Eisprung legt das Hamsterweibchen beim Herumlaufen eine Spur, in der die Substanz Dimethylsulfid aus ihrem Vaginalsekret enthalten ist. Das Hamstermännchen wird vom Duft des Dimethylsulfid magisch angezogen und findet so den Weg zum Bau der Hamsterdame. Dort angekommen beschnüffelt und beleckt er sie zunächst. Nur wenn er jetzt auch auf das Protein Aphrodisin - das Kopulationspheromon der Hamster - stößt, besteigt er sie. Gleichzeitig besitzt er ein Pheromon, dass bei ihr die sogenannte Duldungsstarre auslöst. Solange der Hamstermann "beschäftigt" ist, bleibt sie stocksteif stehen und wirft ihn nicht ab. Danach aber vertreibt sie ihn wieder aus ihrem Bau. Nachricht vom
23.4.06 21:07
|